Um die Sehnsucht nach einem Kontakt oder einer Partnerschaft zu stillen, steuern Alleinstehende immer häufiger Online-Flirtportale und -Partnerbörsen an. Das Internet als Ort, an dem Paare sich kennen und lieben lernen, rangiert in der Beliebtheit bereits an dritter Stelle. Gezielte Partnersuche in der globalen Welt – zunächst geschützt und bequem von zu Hause aus – empfinden viele als Vorzug des virtuellen Datings. Doch die Eingabe eines individuellen Profils und die Suche anhand festgelegter Vorgaben bieten keine Gewähr, tatsächlich das passende Pendant zu finden. Oftmals warten in den Singlebörsen statt Traummann oder Traumfrau nur Enttäuschung und der Verlust von Geld.- Kontaktbörsen: Bei dieser Form der Kontaktanbahnung stellt ein Anbieter lediglich die Plattform zur Verfügung, auf der Partnersuchende ihr Profil eingeben können. Das Einstellen persönlicher Angaben und Fotos erfolgt in der Regel kostenlos. Gebühren fallen erst an, wenn die Nutzer aktiv werden und sich für eine Premium-Mitgliedschaft anmelden, um mit anderen Mitgliedern Kontakt aufzunehmen. Auf dem einschlägigen Börsenparkett wird gechattet und geflirtet, was das Zeug hält. Doch nicht jeder, der sich in einer Singlebörse tummelt, ist auf der Suche nach einer festen Bindung. Um sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, sollten Liebebedürftige ihren vollen Namen und die Rufnummer erst preisgeben, wenn sich Vertrauen zum virtuellen Gegenüber entwickelt hat. Auf der sicheren Seite ist, wer beim Online-Dating eine spezielle E-Mail-Adresse nutzt, die später gelöscht werden kann.
- Partnervermittlungen: Das Surfen nach einem geeigneten Partner wird Nutzern bei Partnervermittlungen abgenommen. Interessenten füllen zu Beginn einen umfangreichen Fragebogen aus – mit Angaben zur eigenen Person, zu persönlichen Ansichten und Wünschen. Partnersuchende entscheiden dabei selbst, welche Informationen sie von sich freigeben wollen. Auf der Basis des erstellten Profils schickt das virtuelle Partnerinstitut per E-Mail dann passende Vorschläge. Die Online-Kunden haben es selbst in der Hand, ob und wie sie die ermittelten Empfehlungen nutzen wollen. Doch auch dieses Verfahren vermittelt keineswegs per se die Liebe auf den ersten Klick: Stimmen die persönlichen Angaben nicht überein, fallen viele einsame Herzen von vornherein durchs Raster. Auch wenn Nutzer ein idealisiertes Bild von sich darstellen, erhalten sie nicht immer die passenden Zuschriften. Oder die Kontakte entpuppen sich als Reinfälle. Werden über eine lange Strecke immer wieder neue Angebote offeriert und ausprobiert, kann die Partnervermittlung im Netz ganz schön ins Geld gehen.
- Gesundes Misstrauen: Um von vornherein zu vermeiden, dass man an einen unseriösen Dienst gerät, sollte vor einer Registrierung oder Vertragsvereinbarung geprüft werden, ob Namen, Adresse, Rufnummer und ein Verantwortlicher im Internetangebot genannt sind. Außerdem ist es ratsam, sich das Kleingedruckte (die Allgemeinen Geschäftsbedingungen) genau anzuschauen - zum Beispiel darauf zu achten, dass der Anbieter persönliche Daten nicht ohne ausdrückliches Einverständnis an Dritte etwa für Werbezwecke weitergeben darf. Ein gesundes Misstrauen ist hilfreich, um nicht auf vorgtäuschte Identitäten hereinzufallen. Kontaktversuche mit teuren 0-900er-Nummern sollten grundsätzlich gemieden werden.

