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(1,86 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend)

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

07.01.2010
10.000ster Kunde der Vor-Ort-Energieberatung: Erfolgsmodell ist Motor für Investitionen

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, Hausbesitzer Andreja Cizmar (Mitte) und Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW
NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, Hausbesitzer Andreja Cizmar (Mitte) und Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, 181.4 KB  Download: Foto NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, Hausbesitzer Andreja Cizmar (Mitte) und Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW (181.4 KB)
Eine wärmende Hülle für die Außenwand, der Einbau neuer Fenster, mehr Dämmstoff unter Dach und Kellerdecke und der Anschluss an ein Fernwärme-Heiz­system – setzt der 10.000ste Kunde der Vor-Ort-Energieberatung der Verbraucher­zentrale NRW diese Sanierungsempfehlungen um, kann der Energie­verbrauch des 5-Familienhauses um mehr als die Hälfte reduziert werden. Beim Ortstermin im Duisburger Dellviertel überzeugten sich NRWs Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Klaus Müller, der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, dass die Beratung beim Verbraucher zu Hause ein Erfolgsmodell ist.








Investitionen von 188 Millionen Euro


"Die in den nunmehr 10.000 Beratungen vorgeschlagenen Maßnahmen lösen erfahrungsgemäß Investitionen von durch­schnittlich 18.000 Euro pro Objekt aus. Über den Daumen sparen die erfolgreich beratenen Hausbesitzer dadurch 800 Euro an Energiekosten jährlich ein", zieht NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller eine erfolgreiche Halbzeitbilanz des durch das Wirtschaftsministerium des Landes sowie mit EU-Mitteln geförderten Projekts in derzeit 16 Städten und Kreisen. "Die Vor-Ort-Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW ist ein wichtiger Baustein unserer Kampagne `Mein Haus spart`", sagte Ministerin Christa Thoben. "Mit diesem Beratungsangebot werden Investitionen in Höhe von 188 Millionen Euro ausgelöst. Dadurch sichern wir die Beschäf­tigung von über 2.300 Arbeitsplätzen im Baunebengewerbe und erreichen es, die CO2- Emissionen bei privaten Wohngebäuden um bis zu 80.000 Tonnen pro Jahr zu verringern", so die Ministerin.

Blick auf energetische Schwachstellen


Nahezu landesweit kann die Verbraucherzentrale NRW seit 2008 – im Rahmen der Kampagne "Mein Haus spart" des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums – dank Projektförderung mit einem erweiterten Beratungsprogramm aufwarten: Wich­tigstes Kernstück ist dabei die Beratung beim Ratsuchenden zu Hause. Beim Orts­termin wird das Wohngebäude auf Herz und Nieren auf energetische Schwachstellen abgeklopft. So wird der wärmetechnische Standard der Gebäudehülle gecheckt, Heizkessel und Kaminanlage werden unter die Lupe genommen und Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energie ausgelotet. Sanierungswillige erhalten Informatio­nen über voraussichtliche Kosten der vorgeschlagenen Maßnahmen, über Förder­konditionen und zu erzielende Einsparungen.

Beim 10.000sten Kunden wurde nun Halbzeitbilanz des bis Ende 2011 dauernden Projekts gezogen: In der Dellstraße in Duisburg gingen Ministerin Christa Thoben und Klaus Müller, der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW gemeinsam mit Energieberater Heinz-Eberhard Stapelmann den ener­getischen Schwachstellen des 1900 gebauten Gebäudes auf die Spur. "Statt Nacht­speicherheizungen und Warmwasserbereitung durch elektrische Durchlauferhitzer ist der Anschluss an das Fernwärme-Heizsystem angeraten", diagnostizierte der Ener­giefachmann, "durch Dämmung an Dachschrägen und Kellerdecke können Energie­verluste des Gebäudes pro Quadratmeter zwischen 50 und 65 Prozent verringert werden. Und auch der Austausch der Holzfenster mit Einfachverglasung ist eine Maßnahme mit spürbarem Spareffekt." Entschließt sich der Eigentümer, die vorge­schlagenen Sanierungsmaßnahmen umzusetzen, kann er künftig mehr als die Hälfte der bisherigen Energiekosten sparen.

Attraktive Förderung


"Die Zeit für Sanierungsmaßnahmen war noch nie so günstig wie jetzt, da ergänzend zu dem umfangreichen Beratungsangebot des Landes äußerst attraktive Förder­konditionen bei der KfW bestehen", betonte Ministerin Thoben. "Rund 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs geht auf das Konto der privaten Haushalte: Heizung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung und Elektrogeräte sind hier wahre Energiefresser. Bis zu 70 Prozent des Verbrauchs lassen sich durch entspre­chende Modernisierungsmaßnahmen einsparen", erläuterte NRW-Verbraucherzent­ralenvorstand Klaus Müller das Sparpotenzial, das vor allem in älteren Gebäuden schlummert. "Mit rund 21.000 geplanten Beratungen bis Ende 2011 kann die Vor-Ort-Energieberatung einen wichtigen Beitrag für eine Sanierungsoffensive des Lan­des NRW leisten", steckt der Vorstand ein ehrgeiziges Ziel, "der Run auf das Ange­bot zeigt zudem, dass unsere anbieterunabhängige Energieberatung bei Ratsuchen­den großes Vertrauen genießt und dort ausgesprochene Empfehlungen auch umge­setzt werden."

Auch der Hausbesitzer in der Dellstraße will damit nicht länger warten: Schritt für Schritt sollen den Vorschlägen nun Taten folgen. Übrigens: Der 10.000ste Kunde der Vor-Ort-Energieberatung wurde nicht nur mit einem Blumenstrauß beglückwünscht, sondern freute sich auch über drei Gutscheine für eine Beratung – die er nun an Freunde oder Nachbarn weitergeben kann.


➜ Zur Beratung
Die eineinhalbstündige Beratung beim Ratsuchenden zu Hause kostet 60 Euro. Darin enthalten ist ein detaillierter schriftlicher Bericht mit individuellen Empfehlungen für die energetische Modernisierung – als erste fachliche Unterstützung zur Vorbe­reitung der Sanierungsmaßnahmen sowie als Grundlage für Gespräche mit Planern und Handwerkern. Terminvereinbarung entweder übers Internet, telefonisch unter der Rufnummer 0180 111 5 999 (3,9 Cent aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise variieren) oder in jeder Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW.

Weitere Informationen zur Gebäudesanierung und zu günstigen Finanzierungsmög­lichkeiten durch KfW-Kredite gibt es Link öffnet in neuem Fensterhier.



Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-nrw.de/link661371A.html