Für Sie gecheckt
Wer in der Gaststätte Mineralwasser bestellt, kann nicht immer sicher sein, dass er auch welches bekommt - zum Beispiel, wenn der Kellner nur ein Glas Tafelwasser bringt. Und auch mit den Füllmengen nehmen es Wirte nicht immer ganz genau.
Smoothies gelten als gesunde Fruchtbombe im Gläschen. Doch häufig steckt in den teuren Pürees mehr Saft oder sogar Saftkonzentrat als reine Frucht. Außerdem fiel bei einer Stichprobe auf: Obwohl etwa als Brombeer- oder Mangodrink beworben, bestehen Smoothies häufig vor allem aus Apfelsaft.
Ob schadstoffbelastete Paprika aus Spanien oder weit gereiste Kiwis aus Neuseeland – Verbraucher, die solche Produkte von vorneherein meiden wollen, haben häufig das Nachsehen.
Fazit eines Clean-Labeling-Checks der Verbraucherzentralen: Eine höhere Qualität bei Lebensmittelprodukten, die explizit auf bestimmte Zusatzstoffe verzichten, ist kaum erkennbar.
Beim Wiegen loser Ware wird häufig getrickst. Das ergaben Stichproben auf Wochenmärkten, Bioläden, Supermärkten und Feinkostgeschäften. Die Tester mussten beim Antipasti-Testkauf häufig auch für die Plastikschachtel bezahlen. Für den Lebensmittelhandel ein Millionengeschäft.
Ob Leberkäse, Gulasch oder Geschnetzeltes - Hausmannskost gibt es längst als Fertiggericht für die Mikrowelle. Über 100 dieser Tellergerichte schaute sich die Verbraucherzentrale NRW genauer an und fand erschreckend hohe Salzmengen.
Bei Stichproben hat es Eisverkäufer in Nordrhein-Westfalen kalt erwischt: Vier von zehn untersuchten Speiseeisportionen im Becher wiesen in punkto Hygiene oder Qualität erhebliche Mängel auf. Die Kontrolleure stießen auf Keime und Schummelei.
Fertig mariniertes Grillfleisch, portioniert in Fertigpackungen – das ist praktisch. Doch wie steht es mit der Qualität. Die Verbraucherzentrale hat sich 31 Proben aus Supermärkten und Discountern genauer angeschaut.
Zu einer Pizzabestellung gehören häufig kleine Brötchen mit Kräuterbutter. So steht es zumindest in der Karten der Lieferdienste und Restaurants. Was da aber als Butter serviert wird, ist oft nur ein Margarinegemisch.
Viele schlampig deklarierte Eier fand die Verbraucherzentrale NRW bei Stichproben. Vor allem bei Angaben zur Haltungsform und beim Erzeugercode auf dem Ei wird oft getrickst, so dass Kunden nicht merken, welche Eier sie kaufen.
Viele Lebensmittelhersteller geizen mit Angaben zum Zucker- und Fettgehalt auf der Verpackung. Das ergab eine bundesweite Untersuchung der Verbraucherzentralen von über 3500 Lebensmitteln von mehr als 50 Herstellern. Häufig fehlen wichtige Angaben.
ESL-Milch, quasi ein Zwitter zwischen der herkömmlichen Frischmilch und der länger haltbaren H-Milch, findet sich mittlerweile fast in jedem Supermarkt. Eine bessere Deklaration soll helfen, die klassische Frischmilch von der ESL-Milch zu unterscheiden.
Bei einer Stichprobe in der Gastronomie stieß die Verbraucherzentrale NRW erschreckend oft statt auf den angekündigten Schafskäse auf Produkte aus Kuhmilch.