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(1,86 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend)

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

21.04.2010
Was taugen die Produktinformationsblätter für die Geldanlage?

Die Verbraucherzentrale NRW ruft Kunden auf, ihre Erfahrungen mit der Beratung in Banken, insbesondere mit den neu eingeführten Produktinformationsblättern zu Geldanlageprodukten zu schildern. Anleger können im Internetforum auf "www.verbraucherfinanzwissen.de" berichten, ob die "Beipackzettel für Finanzprodukte" ihnen bei Anlage-Entscheidungen geholfen oder eher Probleme bereitet haben.
"Wir möchten erfahren, ob Kunden schon einmal ein Produktinformationsblatt in den Händen hatten - und was es ihnen gebracht hat", erklärt Finanzexperte Wolfgang Schuldzinski.

Die in den vergangenen Monaten von verschiedenen Geldinstituten eingeführten Produktinformationsblätter sollen Anlegern klar und verständlich Auskunft geben über die Finanzprodukte, die ihnen von den Verkäufern der Banken angeboten werden. Allerdings konnten die Banken und Sparkassen sich bisher nicht auf ein einheitliches Produktinformationsblatt einigen.

"Angesichts der nach wie vor unübersichtlichen Situation möchten wir die Verbraucher selbst in die Diskussion um die Produktinformationsblätter einbeziehen und von ihren Erfahrungen profitieren", sagt Schuldzinski. Die Verbraucherzentrale habe daher etliche Fragen an die Anleger, z. B.:
Wie verständlich sind die Beipackzettel?
Sind die wichtigsten Informationen enthalten?
Wie verwirrend ist die Vielfalt an Produktinformationsblättern?

Zu diesen und anderen Aspekten von Produktinformationsblättern und Anlageberatung der Banken können Privatanleger sich im Online-Forum auf "www.verbraucherfinanzwissen.de" äußern. Das gilt auch für Verbraucher, die bisher noch keine eigenen Erfahrungen mit den "Beipackzetteln" gemacht haben, denn die Verbraucherzentrale NRW hat Beispiele von Beipackzetteln im Forum verlinkt.

Die Erfahrungen und Anregungen der Nutzer will die Verbraucherzentrale für ihre Arbeit nutzen: "Wir wollen die Ergebnisse als Grundlage für den weiteren Dialog mit Anbietern und Politik" nehmen, verspricht Schuldzinski.

Die Produktinformationsblätter gehen auf eine Initiative von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner aus dem Jahr 2009 zurück. Die Ministerin hatte im Rahmen ihrer "Qualitätsoffensive Verbraucherfinanzen" einen Entwurf für ein standardisiertes Produktinformationsblatt vorgelegt und die Banken aufgefordert, das Blatt einzusetzen. Von einer Standardisierung der Produktinformationsblätter ist aber ein Dreivierteljahr nach dem Vorstoß von Ministerin Aigner noch nicht viel zu sehen.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Mintropstraße 27, 40215 Düsseldorf
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-nrw.de/link731201A.html