Rund 4 Millionen Verbraucher planen, innerhalb der nächsten zwei Jahre ihre Bank zu wechseln - das war das Ergebnis einer im Juni veröffentlichten Studie eines Beratungsunternehmens. Aber wie viele der wechselwilligen Bankkunden werden ihre Pläne tatsächlich in die Tat umsetzen? Noch immer scheuen viele Menschen vor dem letzten Schritt zurück. Weil sie wissen, dass der Wechsel des Girokontos immer auch mit Aufwand verbunden ist. Oder weil sie nicht wissen, dass die alte und die neue Bank verpflichtet sind, ihnen dabei zu helfen. Dabei können Bankkunden zum Teil mehr als hundert Euro im Jahr sparen, wenn sie von ihrer alten Hausbank zu einem kostengünstigeren Anbieter wechseln - denn Grundgebühren, Kosten für Buchungen und Bezahlkarten und Gebühren für Abhebungen an Fremdautomaten summieren sich schnell zu einem stolzen Betrag auf. Das hat auch unsere jüngste Online-Finanzumfrage gezeigt: Fast 19 Prozent der Teilnehmer gaben an, zwischen 5 und 10 Euro im Monat für ihr Konto zu zahlen. Gut 8 Prozent zahlen sogar mehr als 10 Euro monatlich.
Hilfe bei jedem Schritt des Girokonto-Wechsels
Verbraucherfinanzwissen unterstützt Sie beim Wechsel - mit Informationen, Checklisten und Musterbriefen. Wir geben Ihnen Hilfestellung bei jedem Schritt des Umzuges.
- Auswahl des richtigen Girokontos: Unsere Checkliste "Kriterien für die Auswahl des richtigen Girokontos" listet übersichtlich die wichtigsten Anforderungen an ein modernes Girokonto auf. Sie nutzen Sie am besten, indem Sie die Angebote mehrerer Kreditinstitute vergleichen und die für Sie wichtigsten Punkte eintragen. Ob Sie dabei mehr Wert auf niedrige Kosten, ein großes Geldautomaten-Netz oder eine Filiale in Ihrer direkten Nähe legen, bleibt Ihnen überlassen. Aber Vorsicht: Achten Sie vor allem bei besonders günstigen Angeboten auf nachteilige Klauseln. So verlangen Banken für kostenlose Girokonten oft einen monatlichen Mindest-Geldeingang.
- Wechsel zum neuen Anbieter: Wenn Sie ein für Sie passendes Angebot gefunden haben, steht der Wechsel zu einer neuen Bank oder Sparkasse an - es sei denn, Sie können Ihr altes Institut überzeugen, Ihnen ein besseres Angebot zu machen. Hier gilt: Fragen kostet nichts. Wenn Sie aber wechseln wollen, dann hilft Ihnen unsere Checkliste "Schritt für Schritt zum neuen Girokonto". Hier können Sie der Reihe nach alle wichtigen Dinge abhaken, die zu erledigen sind.
- Schriftverkehr mit Kreditinstituten und Vertragspartnern: Außerdem erleichtern unsere Musterbriefe Ihnen den Wechsel. Mit ihrer Hilfe können Sie einfach das alte Girokonto kündigen und Ihre Vertragspartner - vom Arbeitgeber bis zum Stromanbieter - über Ihre neue Bankverbindung informieren.
- Musterbrief für die Änderung von Lastschrift-Aufträgen
- Musterbrief für die Information des Arbeitgebers
- Musterbrief für die Kündigung des alten Girokontos
Falls Sie schon länger mit Ihrem Girokonto unzufrieden sind, sich über schlechten Kundenservice oder hohe Kosten ärgern, gibt es also keinen Grund mehr zu zögern: Trauen Sie sich zu wechseln.




