Umfrage zu Automatengebühren: 82 Prozent für zwei Euro oder weniger

Verbraucherfinanzwissen.de hat eine repräsentative Befragung zu Gebühren für Fremdabhebungen durchgeführt

Vier von fünf Verbrauchern wollen für Abhebungen an Geldautomaten fremder Banken höchstens zwei Euro bezahlen. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die von der Berliner Info GmbH für Verbraucherfinanzwissen.de durchgeführt wurde.
Der bundesweiten Umfrage zufolge verlangen 37 Prozent der Verbraucher sogar, dass Fremdabhebungen völlig kostenlos sein sollten. 20 Prozent der Befragten sprachen sich für Gebühren von höchstens einem Euro aus, weitere 25 Prozent hielten maximal zwei Euro für angemessen.

Repräsentative Umfrage zu Geldautomatengebühren
37 Prozent fordern kostenfreie Abhebungen.


Im Ausland fallen oft gar keine Gebühren an


Dass der Wunsch nach günstigen oder sogar kostenlosen Abhebungen keine realitätsferne Träumerei ist, zeigt ein Blick ins benachbarte Ausland: In Österreich und den Niederlanden, aber auch in anderen europäischen Ländern, sind Abhebungen für Bankkunden an Automaten aller Institute kostenlos.
In Deutschland dagegen tobt seit Monaten ein Streit um die überhöhten Gebühren für Abhebungen an Geldautomaten, die nicht zum Netzwerk der eigenen Bank gehören - ohne dass es zu einer befriedigenden Lösung für die Verbraucher gekommen wäre. Derzeit sind Gebühren von 10 Euro und mehr für Abhebungen an fremden Geldautomaten keine Seltenheit.
Zuletzt hatten sich die im Zentralen Kreditausschuss (ZKA) organisierten deutschen Kreditinstitute nicht auf eine verbindliche Obergrenze für die Gebühren einigen können. Dabei fordern Verbraucherschützer seit Langem eine Deckelung der Gebühr auf maximal zwei Euro. Die privaten Banken haben sich inzwischen tatsächlich auf eine Gebührenobergrenze von 1,95 Euro geeinigt.

Information direkt auf dem Bildschirm gewünscht


Weitgehend einer Meinung waren die Befragten bei einer anderen Frage: "Wie wollen Sie über die Höhe der fälligen Gebühren für Geldabhebungen informiert werden?" 93 Prozent bevorzugen eine Information über die Kosten für eine Abhebung direkt am Automaten - und zwar vor der Abhebung. Ab 15. Januar 2011 sollen die Gebühren den Verbrauchern auch tatsächlich angezeigt werden. Darauf hatten sich Banken und Sparkassen im August geeinigt - und damit ein drohendes Kartellverfahren abgewendet.

Repräsentative Umfrage zu Geldautomatengebühren
93 Prozent wollen die Gebührenhöhe direkt am Automaten erfahren.

Verbraucherfinanzwissen.de ließ in der repräsentativen Erhebung auch abfragen, in welcher Form Verbraucher am Automaten informiert werden wollen: 75 Prozent der Befragten bevorzugen eine Anzeige des konkreten Geldbetrages auf dem Bildschirm des Geldautomaten, 21 Prozent würden einen Aufkleber oder eine separate Anzeigetafel am Automaten vorziehen.
An der von der Berliner Info GmbH vom 30. August bis 6. September durchgeführten telefonischen Umfrage nahmen 1.040 zufällig ausgewählte Befragte aus dem gesamten Bundesgebiet teil.

Eine ausführliche Präsentation der Umfrage-Ergebnisse finden Sie als Download am Ende dieser Seite. Auf Wunsch senden wir Ihnen die Umfragedaten auch gerne in tabellarischer Form zu. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail an finanzwissen[at]vz-nrw.de.

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