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Mit dem Semesterstart stellt sich für viele Studierende die Frage, wie sie das Geld für die Miete und den alltäglichen Lebensunterhalt sowie die unmittelbar mit dem Studium verbundenen Ausgaben aufbringen sollen. Nach wie vor wird das Gros (87 Prozent) vor allem von den Eltern finanziert. Sie unterstützen ihre Kinder im Durchschnitt mit 445 € monatlich. Das zweite finanzielle Standbein ist bei 65 Prozent der Hochschüler der Nebenjob.
Als weitere Möglichkeiten bieten sich zum Beispiel BAföG oder ein Stipendium an. Klafft dennoch ein Loch in der Kasse, lässt es sich mit einem Studienkredit stopfen. 2009 haben dies 5 Prozent der Studierenden genutzt - ein relativ kleiner Anteil, aber immerhin doppelt so viele wie 2006.
Auszahlung in Raten
Grundsätzlich hat jeder Student einen Anspruch auf einen Studienkredit. Lediglich eine frühere Insolvenz oder eidesstattliche Versicherung führen zur Ablehnung. Im Gegensatz zu einem normalen Verbraucherkredit wird der Studienkredit nicht in einer Summe ausgezahlt, sondern in zuvor festgelegten monatlichen Raten (maximal 800 Euro). Ist das Studium beendet, kann eine Ruhephase von ein bis zwei Jahren ohne Tilgung vereinbart werden. Anschließend muss das Darlehen zurückgezahlt werden, egal ob der Absolvent eine Anstellung findet oder nicht.
Genauer Blick auf die Konditionen
Studienkredite bieten mehrere Geldinstitute an. Deshalb empfiehlt sich im Vorfeld ein genauer Blick auf die Konditionen. Ein Kernpunkt, den man unbedingt beachten sollte, ist der Effektivzins. Dieser kann je nach Anbieter sehr unterschiedlich sein; daher ist es vorteilhaft, mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. Zu beachten ist zudem, ob man mit der Rückzahlung der Zinsen erst zum vereinbarten Termin nach Abschluss des Studiums beginnen muss. Denn andernfalls verringern sich die Auszahlungsraten. Genau hinschauen sollten Studierende auch bei der Länge der Ruhephase zwischen Studienende und Rückzahlungsbeginn, da nur wenige den Übergang vom Studium in den Berufseinstieg nahtlos schaffen. Eine weitere Falle lauert bei der sogenannten Zinsbindung; diese sollte bei Abschluss des Kredites nicht nur für die Auszahlungsphase fest geschrieben werden, sondern auch für die Ruhe- und Rückzahlungsphase. Gerade in einer Niedrigzinsphase ist es von Vorteil, sich lange an einen Zins zu binden.
Die günstigsten Konditionen bei Studienkrediten bietet derzeit die staatliche KfW Förderbank. Diese hat allerdings keine Filialen; ein Antrag kann daher nur
Online oder über einen Vertriebspartner gestellt werden. Wer kurz vor Abschluss des Studiums steht, fährt oft mit den Darlehenskassen der örtlichen Studentenwerke am besten. Tipp: Zunächst ist es ratsam, alle individuell möglichen Finanzierungsquellen außerhalb eines Kredits zu bedenken. So ist es aus ökonomischen Gründen stets sinnvoller, eventuelle Ersparnisse fürs Studium zu nutzen statt einen Kredit aufzunehmen. Erst wenn dennoch unter dem Strich ein Minus steht, sollte man einen Studienkredit in Betracht ziehen. Wichtige Regel dabei: Den monatlichen Bedarf auf keinen Fall zu hoch ansetzen! Denn jeder geliehene Euro muss mit Zins und Zinseszins zurückgezahlt werden.
Die Angebote der Geldinstitute zu Studienkrediten vergleicht regelmäßig die "Stiftung Warentest" in ihrem Magazin "Finanztest". Hilfreich bei der Suche nach dem passenden Kredit kann auch der jährlich erscheinende
Studienkredit-Test des gemeinnützigen Centrums für Hochschulentwicklung sein.
Die Angebote der Geldinstitute zu Studienkrediten vergleicht regelmäßig die "Stiftung Warentest" in ihrem Magazin "Finanztest". Hilfreich bei der Suche nach dem passenden Kredit kann auch der jährlich erscheinende
Studienkredit-Test des gemeinnützigen Centrums für Hochschulentwicklung sein.

